Geschichte zum Seitenraddampfer

Untergang des Seitenraddampfer Großherzog Friedrich Franz II. ex Earl of Rosslyn
in der Mecklenburger Bucht 1849

Kurzer geschichtlicher Abriss -

Autor: Historikerteam Marine Research Germany

Seitenraddampfer um 1850

Auf der nun mehr schon 37. Ostsee-Expedition vom 14. - 20. 05.2022 wollen wir den Untergang des Seitenraddampfers "Großherzog Friedrich Franz II" in der Mecklenburger Bucht von 1849 näher beleuchen.
Dabei geht es in der diesjährigen Frühlingsausfahrt neben andenen Wracks, hauptsächlich um das 2020 entdeckte Wrack eines Seitenraddampfers.
Nachdem der dänische hydrographische Dienst dem BSH (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie) ein unbekanntes Unterwasserhindernis im südlichen Teil der Kadetrinne auf etwa 27 Metern Wassertiefe gemeldet hatte,
entdeckte das BSH bei näherer Sonaruntersuchung des Meeresbodens an dieser Stelle, das Wrack eines sehr gut erhaltenen Seitenraddampfers.
Einige Recherchen in den Stadtarchiven Wismars und Lübecks legen die Vermutung nahe, dass es sich hier um die 1849 gesunkene Friedrich Franz II handelt.
Das Forscher und Historikerteam der Marine Research Germany, hat sich nun in Zusammenarbeit und Unterstützung mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg Vorpommern - Fachbereich Unterwasserarchäologie der Aufgabe angenommen,
eine photogrammetrische Dokumentation zu erstellen und den Zustand des Wracks zu erfassen.
Aus den gewonnenen Daten wollen wir ein 3D-Modell herstellen. Außerdem soll die Identität des Schiffes verifiziert werden.
Presseartikel aus an Bord

Die Friedrich Franz II:, nachfolgend FF II genannt, wurde als "Earl of Rosslyn" 1847 in einer Werft Nähe Glasgow in Schottland vom Stapel gelassen und nach zwei Jahren an die Mecklenburgische Dampfschifffahrtsgesellschaft verkauft,
dessen Anteilsinhaber der Großherzog Friedrich Franz II war.
Zu ihrer ersten offiziellen Fahrt unter Wismarer Flagge lief das Schiff am 22. Juli 1849 aus, um am selben Abend mit der aus Koppenhagen kommenden "Lübeck" zusammenzustoßen, woraufhin die FF II sank.
An Bord befanden sich nur sechs Personen, von denen zwei beim Zusammenstoß ums Leben kamen. Eine davon war die erst 23-jährige Frau eines Wismarer Senators, Agnes Groth.
Presseartikel aus Veus Shipping

(Weiterführend auch der beigefügte Artikel "Wismar unter Dampf " von Maik-Jens Springmann)

Geschichliches zum Seitenraddampfer

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